Herrlich! Der Walensee präsentiert sich an diesem Samstag wieder einmal von seiner besten Seite. Zu Anfang raunt zwar eine leichte Zurückhaltung durch die Reihen, da der See Richtung Weesen etwas arg aufgewühlt ist. Auf den Nachmittag hin weichen jedoch die Regenbogen und machen einem strahlend blauen Himmel Platz. Leider sind wir nur 4 Dartlis, flitzen über den See und haben schon beim Auslaufen richtig Spass. Zusammen mit einer Horde 420er und den Clubbooten kommt aber doch ein starkes Feld zusammen. Die unterschiedlichen Bootsgeschwindigkeiten und Fahrrichtungen sorgen für Abwechslung und die durchmischte Bojenrundung versus Zieleinlauf lassen jeden ein paar Haken schlagen. Und es ist tatsächlich möglich sämtliche Dickschiffe auf der Kreuz im Luv zu überholen, go Tuffi, go!
Vier Läufe bei genialen Windverhältnissen sind die Ausbeute von diesem Nachmittag. Irgendwie scheint es bei uns eine feste Reihenfolge zu geben, egal wie gestartet wird und was während den Läufen so alles passiert. Heiss ist es auch. Und streng. Die 420er wirbeln ebenfalls über den See und werden von den beiden Schlauchbooten jeweils wieder kampffähig gemacht. Eine coole Truppe all diese jungen Segler!

Am Abend wird grilliert, nicht aber bevor wir den mittlerweile obligaten Apéro in der neuen Drescher-Burg genossen haben. Auf dem kleinen Clubareal ist es sehr gemütlich und die Abendstimmung, inklusive Loch im Berg (Mürtschenloch) könnte nicht entspannter sein.

Die Nacht wird hingegen etwas unruhiger. Einerseits ist da die doch eher dicht befahrene SBB-Strecke mit dem Glöggli-Bahnübergang und der ebenfalls glöckelnde Kirchenturm von Mühlehorn, andererseits fahren wir aus dem Tiefschlaf hoch, weil die Dorfjugend auf den Holzrost springt, wo unser schneesicheres Zelt drauf steht. Päng! Sie wissen dann auch nicht so genau wann es genug ist und zwingen uns förmlich ihnen nachzurennen und mit der ultrastarken Taschenlampe zur Rede zu stellen. Lustigerweise werden wir immer noch gesiezt, grins und ein paar eher laute und bestimmte Worte lassen sie von dannen ziehen.
Am Sonntagvormittag ist erst einmal entspannen angesagt. Der Wind will nicht und kommt vor allem aus der falschen Richtung. Langweilig wird es trotzdem nicht: unterhalten, schlafen, essen, rumschlendern, aus Willisauer Ringli Brillen basteln, die Ameisenbeindicke diskutieren und Segelschule bei den 420ern bestaunen.


Aber der SCoW kennt seinen See und lässt uns auf drei Uhr auslaufen. Von der generellen Motivation berichten wir hier nicht. Die Thermik baut sich auf und es gibt nochmals einen wunderbaren Lauf zu segeln! An der bewährten Reihenfolge wollen wir jetzt nichts mehr ändern obwohl uns Erich und Dominique richtig das Fürchten lernen.
Es war ein durchwegs tolles Wochenende und wir danken dem Club für einen so coolen und unkomplizierten Anlass! Sehr, sehr gerne wieder im 2027!

Die Kommentare sind geschlossen.