Mike war schon eine Woche früher im Süden. Kam, sah und wurde verregnet. Etwa so ging dies dann anscheinend weiter und trotzdem gab es jeden Tag Nordwind und von diesem nicht zu wenig.
Am Donnerstag sollte es für alle losgehen. 34 Darts aus 5 Nationen sind angereist, ein freudiges Wiedersehen und Austauschen. Die gemeinsamen Klassenmeisterschaften der Schweiz, Italien und Deutschland werden weiter von NEDs und AUTs unterstützt. Und sogar ein Kombipaket GBR/SUI aus Genf tummelt sich in der Meute. Aber tout juste zum Start zieht der Peler einen freien Tag ein, die Ora war ohnehin seit längerem nicht auffindbar, und daher dümpeln wir 4 Stunden lang auf dem fast spiegelglatten Gardasee umher. Unterhaltsam und lustig war es trotzdem. Vor allem wenn der Zaubertrank unbeabsichtigt in der Kehle steckenbleibt und das Problem nur mit beherztem Ziehen am Neoprenkragen gelöst werden kann. Den akustischen Teil des Unterfangens ersparen wir Euch.
Belohnt werden wir mit der täglichen Pasta-Party und ab Freitag morgen ist das Windmuster zurück. Ein zunehmend auffrischender Nordwind mit entsprechenden Temperaturen ermöglicht drei «dynamische» Läufe inklusiv diversen Materialschäden. Quer über den See kommt es zu aufregenden und spannenden Szenen. Cico hat genug und löst sein Deck ab. Zum Glück bemerken Erich und Andri genügend früh was sich da anbahnt und werden sicher an Land geschleppt. Am Ende des zweiten Tages führen Florian und Adrian aus Berlin das Feld an.




Das gute an der Nordwindlage: man hat noch den ganzen Nachmittag zum rumschwatzen – obwohl ein kleines Nickerchen wohl sinnvoller (aber nicht einmal halb so lustig) wäre. Die gemeinsamen Nachtessen oder auch ausgedehnteren Apéros (…) innerhalb der durchmischten Dartfamilie runden den tollen Tag ab.
Am Samstag ist wiederum früh aufstehen angesagt. Wir hoffen auf die sanfteste der drei verfügbaren Windprognosen. Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt gewinnt die deftigste Prognose. Eigentlich fehlen schon zu Beginn 1/3 der Teilnehmer und einige weitere werden aufgrund von zerrissenen Segeln oder schief hängenden Masten ausgesiebt und an Land geschleppt. Nochmals können 3 ruppige Läufe bei ziemlich starkem Nordwind absolviert werden. Beim ersten Lauf sind wir auf dem letzten down wind nicht mehr sicher ob wir je wieder lebendig vom Gardasee wegkommen. Wir flitzen über die weiss-grau schäumenden Wellen, klammern uns an den Fussgurten fest und hoffen dass niemand beim Gate überreagiert. Wir schaffen es. Die schwereren SUI-Crews sind richtig gut im Rennen, räumen ab und arbeiten sich kontinuierlich in die Medallienränge hoch.



Glücklich wieder an Land – wir haben tatsächlich überlebt – folgt die nächste Pasta-Party mit anschliessender Preisverteilung. Michi und Erin sind SUI-Nr.1, gefolgt von Mike (2) und Amelie und dann Ruedi und Peter (3). So viele Forrers, das Regatta Komitee ist verwirrt. Herzliche Gratulation zu diesem Erfolg! Auch international lässt sich das Podest sehen. Die letztjährigen Weltmeister Andrea und Marco räumen auch dieses mal ab. Michi und Erin (2) und Mike und Amelie (4) stehen ebenfalls auf dem Podest, whow! Dazwischen und dahinter sind Angela und Bennie aus NED (3) und Florian und Adrian aus GER (5).
Während der Feier beginnt es draussen zu regnen damit sicher auch alles nass verpackt werden kann. Aber das macht nichts, alle Gesichter stehen auf Sonnenschein. Bevor es zum gemütlichen Abendessen geht erhalten wir ein privates Geigenkonzert mit Violinistin Erin. Wir sitzen ultraentspannt auf unseren Campingstühlen unter den Bäumen, trinken Apérol Spritz und können aus einem Stapel Noten alles was unser Herz begehrt auswählen. Das war nun wirklich wunderschön!
Die meisten können noch bleiben und zusammen mit Krause Brothers spachteln wir zum Abschied was das Zeug hält. Den Coppa al Fragola hätten wir vor der Regatta essen sollen, da wären wir sicher 3 kg schwerer gewesen.



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